Kingdom Eighties
- 4,3
- Bewertung
- 10.00K
- Installationen
- 5,49 €
- Preis

Analysiert von App-foxy
Neonfarben, Synthwave-Stimmung und ein Ausflug in die Achtziger: Kingdom Eighties wirkt auf den ersten Blick wie ein Spiel, das seine Wirkung vor allem aus Stil und Nostalgie bezieht. Nach meinen Spielstunden bleibt aber mehr hängen. Raw Fury verbindet hier ein zugängliches Abenteuer mit dem bekannten Aufbau- und Verteidigungsprinzip der Kingdom-Reihe. Ich schicke meine Figuren durch eine stilisierte Kleinstadt, sammle Münzen, errichte Gebäude und bereite mich auf die nächste Nacht vor. Das Ergebnis ist leicht verständlich, aber nicht völlig anspruchslos.
Die entscheidende Frage ist für mich deshalb nicht, ob die ersten Runden Spaß machen. Das tun sie. Spannender ist, ob das Spiel nach dem ersten Neonrausch noch genug Gründe liefert, regelmäßig zurückzukehren. Meine Antwort fällt gemischt, aber insgesamt positiv aus: Wer kurze, konzentrierte Spielsitzungen mag und Freude daran hat, aus begrenzten Mitteln eine funktionierende Verteidigung aufzubauen, bekommt ein ungewöhnliches Abenteuer. Wer dagegen dauerhaft neue Inhalte, große taktische Vielfalt oder ein sehr schnelles Tempo erwartet, könnte sich nach der ersten Begeisterung langweilen.
Der erste Eindruck: Nostalgie mit einem überraschend ruhigen Spielrhythmus
Ich habe Kingdom Eighties zunächst wegen seiner Präsentation gestartet. Die Farbpalette, die Musik und die Motive aus der Jugendkultur der Achtziger geben dem Spiel sofort eine eigene Identität. Es fühlt sich nicht wie ein beliebiges Fantasy-Spiel mit ausgetauschten Grafiken an. Fahrräder, Vorstadtbilder und die gesamte Inszenierung schaffen eine klare Welt, in der die Bedrohung umso auffälliger wirkt. Diese Verbindung aus vertrauter Alltagsästhetik und fantastischen Gefahren funktioniert besonders gut, wenn man Spiele mag, die ihre Atmosphäre nicht durch lange Erklärungen, sondern durch Bilder und Geräusche aufbauen.
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Alle Neuigkeiten ansehenSpielerisch ist der Einstieg angenehm direkt. Ich bewege meine Figur durch die Umgebung, sammle Münzen und entscheide, wofür ich die knappen Ressourcen ausgebe. Gebäude entstehen nicht einfach kostenlos, sondern verlangen Planung. Ein Ausbau kann den nächsten Abschnitt erleichtern, gleichzeitig fehlt das Geld dann an anderer Stelle. Diese Entscheidungen sind nicht kompliziert genug, um Einsteiger abzuschrecken, aber sie verhindern, dass ich gedankenlos alles anklicke.
Der besondere Reiz liegt im Wechsel zwischen Erkundung und Vorbereitung. Tagsüber suche ich nach Möglichkeiten, meine Position zu verbessern. Sobald die Nacht näher rückt, wird aus dem scheinbar gemütlichen Ausflug eine Verteidigungsaufgabe. Ich muss dann mit dem leben, was ich vorher eingerichtet habe. Der wichtigste Tipp für die ersten Stunden ist, nicht jede Münze sofort auszugeben. Ein kleiner Vorrat kann den Unterschied machen, wenn unerwartet eine Reparatur, eine neue Einheit oder ein weiterer Ausbau nötig wird.
Die Steuerung auf dem Smartphone ist grundsätzlich verständlich, doch sie verlangt etwas Eingewöhnung. Auf einem größeren Display lassen sich Wege, Gebäude und Figuren leichter überblicken. Auf einem kleineren Telefon kann die Übersicht in hektischeren Momenten leiden, vor allem wenn mehrere Dinge gleichzeitig Aufmerksamkeit verlangen. Ich würde deshalb nicht behaupten, dass jede Sitzung unterwegs gleich angenehm ist. Für kurze Pausen funktioniert das Spiel, aber die besten Momente hatte ich mit etwas Ruhe und einem Bildschirm, auf dem die Umgebung nicht zu gedrängt wirkt.
Die Altersfreigabe USK ab 6 Jahren passt zur zugänglichen Präsentation. Trotzdem ist das Spiel nicht ausschließlich für Kinder gedacht. Die Regeln sind familienfreundlich lesbar, während die Ressourcenentscheidungen auch Erwachsene beschäftigen können. Wer ein Geschenk für jemanden sucht, der farbenfrohe Abenteuer ohne realistische Härte mag, findet hier einen passenden Kandidaten. Für sehr junge Spieler kann der strategische Teil dennoch Unterstützung benötigen, weil falsche Ausgaben später spürbar werden.
Was die ersten Spielabende besonders gut macht
In der ersten Woche hat mich vor allem das Gefühl motiviert, aus einer unsicheren Ausgangslage langsam einen funktionierenden Ort zu machen. Jede Verbesserung ist sichtbar. Ich sehe, wie sich die Umgebung verändert, und verstehe dadurch besser, welchen Wert meine Entscheidungen haben. Das ist befriedigender als ein Fortschrittssystem, bei dem lediglich eine Zahl steigt.
Ein weiterer Pluspunkt ist die klare Trennung zwischen Risiko und Belohnung. Ich kann weiter erkunden und möglicherweise mehr Münzen finden, aber jeder zusätzliche Schritt kostet Zeit und erhöht die Gefahr, schlecht vorbereitet in die Nacht zu gehen. Diese Abwägung erzeugt Spannung, ohne dass das Spiel ständig schnelle Reaktionen verlangt. Ich muss nicht permanent perfekt sein; ich muss nur lernen, wann sich ein weiterer Ausflug lohnt und wann Rückzug vernünftiger ist.
Gerade hier unterscheidet sich Kingdom Eighties von vielen üblichen Abenteuerspielen für Android. Es setzt nicht auf eine lange Liste von Aufgaben, Dialogen oder Sammelobjekten, die mich von einem Marker zum nächsten schicken. Stattdessen entsteht der Fortschritt aus meiner eigenen Reihenfolge von Entscheidungen. Wer lineare Geschichten mit viel Text bevorzugt, könnte den Ansatz als zu still empfinden. Wer gerne Systeme beobachtet und aus Fehlern lernt, wird schneller hineinkommen.
Die nostalgische Verpackung trägt den Einstieg, aber sie ersetzt nicht die Spielmechanik. Das ist wichtig, weil der Stil allein nach einigen Sitzungen an Wirkung verlieren würde. Bei mir blieb das Interesse zunächst erhalten, weil die Verteidigungsphasen meine vorherigen Entscheidungen sichtbar geprüft haben. Ein schlecht platzierter Ausbau war nicht nur optisch unbefriedigend, sondern hatte konkrete Folgen.
Ein nützlicher Spielablauf für den Alltag
Für den Alltag eignet sich das Spiel besonders dann, wenn ich etwa zwanzig oder dreißig Minuten ungestörte Zeit habe. Nach der Arbeit kann ich einen Abschnitt beginnen, die Umgebung erkunden und die nächste Nacht vorbereiten, ohne mich auf eine lange Sitzung festlegen zu müssen. Eine einzelne Runde fühlt sich abgeschlossen genug an, dass ich das Gerät danach weglegen kann. Gleichzeitig bleibt oft ein kleiner offener Plan zurück: ein Ausbau, eine bessere Verteidigung oder ein neuer Versuch mit einer anderen Reihenfolge.
Ich würde vor einer kurzen Sitzung nicht blind in den nächsten Abschnitt springen. Besser ist es, zunächst die vorhandene Umgebung zu prüfen und die wichtigsten Wege im Kopf zu behalten. So verbringe ich weniger Zeit damit, hektisch zurückzulaufen. Wer unterwegs spielt, sollte außerdem bedenken, dass die ruhigen Aufbauphasen zwar entspannt wirken, die Nacht aber mehr Aufmerksamkeit verlangt. Das Spiel eignet sich daher eher für eine Bahnfahrt mit Sitzplatz als für eine Situation, in der ich ständig unterbrechen muss.
Bleibt nach dem ersten Monat genug übrig?
Nach der anfänglichen Begeisterung verschiebt sich der Reiz. Die Neonoptik ist dann vertraut, und der Überraschungseffekt der Achtzigerwelt nimmt ab. Für mich entscheidet sich der langfristige Wert deshalb an der Frage, ob die Entscheidungen weiterhin interessant bleiben. Kingdom Eighties lebt nicht von unendlicher Abwechslung, sondern von der Qualität seines begrenzten Kreislaufs aus Sammeln, Bauen, Positionieren und Verteidigen.
Dieser Kreislauf trägt über mehrere Wochen, wenn ich gerne meine Vorgehensweise verbessere. Ein Abschnitt, den ich beim ersten Versuch nur knapp geschafft habe, kann beim nächsten Durchgang deutlich kontrollierter wirken. Ich achte dann stärker auf die Reihenfolge meiner Ausgaben und darauf, welche Wege ich zuerst sichere. Das ist kein Spiel, das mich mit ständig neuen Mechaniken überschüttet. Sein langfristiger Wert entsteht eher aus dem Wunsch, die vorhandenen Regeln besser zu beherrschen.
Genau darin liegt aber auch die Grenze. Wenn ich nach dem ersten Durchlauf keinen Spaß daran habe, Abläufe zu optimieren, gibt es weniger Gründe, dauerhaft zurückzukehren. Das Spiel ist nicht die beste Wahl für Spieler, die jeden Monat eine völlig neue Herausforderung oder ein umfangreiches Endspiel erwarten. Es bietet einen klaren, überschaubaren Rahmen. Wer diesen Rahmen mag, kann darin lange genug tüfteln; wer ihn als zu klein empfindet, wird die Wiederholung schneller bemerken.
Die Bewertung im Store liegt bei durchschnittlich 4,3 aus rund 550 Bewertungen. Das passt zu meinem Eindruck: Die Idee ist eigenständig und sauber umgesetzt, aber sie spricht nicht automatisch jeden an. Mit über 10.000 Installationen hat das Spiel eine sichtbare, wenn auch eher überschaubare Reichweite. Ich würde die Zahl nicht als Qualitätsbeweis verstehen, sondern als Hinweis darauf, dass es sich um einen spezielleren Titel handelt und nicht um ein Massenprodukt, das jedem Geschmack folgen will.
Für wen der monatliche Wert wirklich funktioniert
Ich sehe den größten Nutzen für Spieler, die kurze Strategiespiele mit einer starken Atmosphäre verbinden möchten. Auch Fans der Kingdom-Reihe erhalten eine Variante, die den vertrauten Kern in eine ungewöhnliche Zeit und Umgebung versetzt. Wer bereits Freude an der Reihe hatte, wird wahrscheinlich schnell verstehen, warum bestimmte Ausgaben und Vorbereitungen wichtig sind. Gleichzeitig bleibt der Einstieg zugänglich genug, dass man nicht zwingend jedes frühere Spiel kennen muss.
Für Familien kann der Titel interessant sein, weil die Optik freundlich bleibt und die Konflikte nicht realistisch inszeniert sind. Trotzdem würde ich ihn nicht als völlig gedankenloses Kinderspiel einordnen. Die Konsequenzen schlechter Planung können frustrierend sein, besonders wenn ein Kind noch nicht gewohnt ist, Ressourcen für später aufzusparen. Gemeinsames Spielen oder gelegentliche Hilfe bei den Entscheidungen kann hier mehr bringen als eine lange Erklärung vor dem Start.
Weniger geeignet ist das Spiel für Nutzer, die hauptsächlich eine erzählerische Reise suchen. Die Welt hat Atmosphäre, doch ich spiele nicht wegen langer Gespräche oder einer komplexen Figurenentwicklung. Ebenso sollten Fans von schnellen Actionspielen vorsichtig sein. Die Spannung entsteht oft langsam, und ein großer Teil der Leistung besteht darin, rechtzeitig vorbereitet zu sein. Wer jede Minute direkte Bewegung und sichtbare Effekte braucht, könnte die ruhigeren Abschnitte als Leerlauf empfinden.
Auch der Preis von 5,49 Euro beeinflusst meine Empfehlung. Für ein fokussiertes Premium-Spiel kann dieser Betrag angemessen sein, besonders wenn ich lieber einmal bezahle, statt mich mit Werbung oder ständigen Unterbrechungen auseinanderzusetzen. Gleichzeitig muss ich ehrlich sagen: Wer nur gelegentlich ein Spiel startet und nach wenigen Sitzungen weiterzieht, wird den Kauf weniger überzeugend finden. Der Wert steigt deutlich, wenn ich bereit bin, mehrere Abende in das Erlernen des Systems zu investieren.
Die kleinen Entscheidungen, die den Unterschied machen
Ein nicht sofort offensichtlicher Lernpunkt ist die Bedeutung der Reihenfolge. Ich kann eine Umgebung scheinbar sinnvoll ausbauen und trotzdem Probleme bekommen, wenn ich den falschen Schritt zuerst mache. Deshalb lohnt es sich, vor dem Bezahlen kurz zu überlegen, welcher Ausbau meine nächsten Wege absichert und welcher nur bequem aussieht. Diese Verzögerung von wenigen Sekunden spart später oft einen riskanten Rückweg.
Ebenso wichtig ist, nicht jede freie Fläche automatisch zu nutzen. Ein vollgestellter Bereich wirkt zunächst produktiv, kann aber meine Bewegungen unübersichtlich machen. Ich habe bessere Ergebnisse erzielt, wenn ich mich auf eine klare Struktur konzentriert und nicht versucht habe, alles gleichzeitig zu verbessern. Das ist ein guter Unterschied zu vielen Aufbauspielen, in denen möglichst viel Besitz fast immer die beste Antwort ist.
Ein dritter Tipp betrifft die eigene Geduld. Wenn eine Nacht schlecht läuft, ist ein sofortiger Neustart nicht immer die klügste Reaktion. Manchmal zeigt der Fehlschlag nur, dass ich tagsüber zu gierig war oder meine Münzen zu früh verteilt habe. Ich lerne mehr, wenn ich den Ablauf kurz zurückverfolge: Wo habe ich eine Reserve verloren? Welche Entscheidung hat den späteren Engpass verursacht? Diese Art der Selbstanalyse macht das Spiel langfristig interessanter als bloßes Wiederholen.
Für Nutzer mit wenig Zeit ist außerdem hilfreich, eine Sitzung mit einem konkreten Ziel zu beginnen. Ich kann mir vornehmen, nur eine bestimmte Verteidigung zu verbessern oder einen Abschnitt sicherer zu machen. Dadurch fühlt sich das Spiel auch dann sinnvoll an, wenn ich nicht lange bleiben kann. Ohne ein solches Ziel besteht die Gefahr, dass ich zwischen Erkundung und Ausbau pendle und die Sitzung beende, ohne wirklich etwas gelernt zu haben.
Wartung, Ermüdung und die Grenzen der Gewohnheit
Unter Wartungsaufwand verstehe ich bei diesem Spiel nicht technische Pflege, sondern die Aufmerksamkeit, die es von mir verlangt. Kingdom Eighties braucht keine tägliche Routine, damit es funktioniert. Das ist angenehm, weil ich nicht das Gefühl bekomme, eine Belohnung zu verpassen, wenn ich einige Tage nicht spiele. Ich kann zurückkehren und mich wieder in den Ablauf einfinden, ohne erst eine lange Liste verpasster Aufgaben abarbeiten zu müssen.
Die Kehrseite ist, dass der Wiedereinstieg nach einer längeren Pause etwas Konzentration verlangt. Ich muss mich erneut daran erinnern, welche Entscheidungen ich vorbereitet und welche Bereiche ich bereits gesichert habe. Bei einem Spiel mit kurzen, völlig unabhängigen Levels wäre das weniger problematisch. Hier hängen die nächsten Schritte stärker von meinem bisherigen Aufbau ab. Ich empfehle deshalb, eine Sitzung nicht mitten in einer unübersichtlichen Entscheidung abzubrechen, sondern den aktuellen Stand kurz bewusst zu prüfen.
Technisch läuft die aktuelle Version 1.1.4 auf Geräten ab Android 7.0. Das macht den Titel auch für ältere kompatible Geräte interessant. Trotzdem ist die praktische Erfahrung nicht nur von der Betriebssystemversion abhängig. Die Lesbarkeit der Umgebung und die Größe des Displays beeinflussen, wie entspannt ich spielen kann. Auf einem älteren oder kleineren Gerät würde ich vor dem Kauf besonders darauf achten, ob die Darstellung für mich angenehm bleibt.
Die größte Ermüdungsquelle ist die Wiederholung des Grundmusters. Sammeln, vorbereiten und verteidigen macht zunächst Spaß, kann aber nach vielen Sitzungen vorhersehbar werden. Die Achtzigerästhetik hält die Oberfläche frisch, doch sie verändert nicht jede Entscheidung. Wenn ich mehrere Abende hintereinander spiele, merke ich schneller, dass ich ähnliche Überlegungen wiederhole. Deshalb funktioniert der Titel für mich besser als regelmäßige kleine Beschäftigung und weniger als tägliches Marathonspiel.
Ein weiterer Reibungspunkt ist das Tempo der Informationsvermittlung. Das Spiel erklärt genug, um loszulegen, aber nicht jede Konsequenz fühlt sich sofort vollständig erklärt an. Das kann reizvoll sein, weil ich Zusammenhänge selbst entdecke. Es kann aber auch zu vermeidbaren Fehlern führen, wenn ich eine Entscheidung falsch einschätze. Für geduldige Spieler ist das ein Lernprozess; für Nutzer, die jederzeit klare Anweisungen erwarten, eher eine Quelle von Frust.
Wann eine Alternative die bessere Wahl wäre
Wenn ich eine große offene Welt, viele Nebenaufgaben und eine lange Geschichte möchte, würde ich nicht zu Kingdom Eighties greifen. Dafür ist der Titel zu konzentriert. Ein umfangreicheres Abenteuer bietet mehr Erkundung und wahrscheinlich mehr Abwechslung, verlangt aber auch mehr Zeit. Wer dagegen ein Spiel sucht, das sich auf einen klaren Aufbau-Verteidigungs-Kreislauf beschränkt, findet hier einen fokussierteren Ansatz.
Auch für reine Tower-Defense-Fans gibt es einen wichtigen Unterschied. Kingdom Eighties fühlt sich nicht wie eine endlose Reihe austauschbarer Wellen an. Die Umgebung, die Erkundung und die Ressourcenplanung stehen stärker im Vordergrund. Wer möglichst viele Türme, Statistiken und Spezialeffekte optimieren möchte, könnte bei einem klassischen Vertreter des Genres mehr Tiefe finden. Ich würde diesen Titel eher als atmosphärisches Abenteuer mit strategischen Verteidigungsabschnitten beschreiben.
Umgekehrt ist es eine bessere Wahl als viele schnelle Gelegenheitsspiele, wenn ich keine Werbung, keine hektische Punktejagd und keine überladene Oberfläche möchte. Ich kann mich auf eine überschaubare Aufgabe konzentrieren und den Fortschritt aus meinen eigenen Entscheidungen ableiten. Der Preis ist dabei die geringere Breite: Es gibt weniger Gründe, ständig zwischen verschiedenen Spielmodi zu wechseln.
Mein langfristiges Urteil
Nach dem ersten Monat sehe ich Kingdom Eighties nicht als Spiel, das ich jeden Tag automatisch öffnen würde. Dafür ist der Ablauf zu klar begrenzt und die Wiederholung zu spürbar. Ich sehe es aber sehr wohl als Titel, den ich in regelmäßigen Abständen wieder starten kann, wenn ich Lust auf eine ruhige, stilvolle und leicht taktische Sitzung habe. Die Neon-Nostalgie ist der Türöffner, doch die eigentliche Haltbarkeit kommt aus dem sorgfältigen Umgang mit Münzen, Wegen und Vorbereitungszeit.
Seinen Platz auf dem Gerät verdient es vor allem als bewusst begrenztes Premium-Abenteuer. Ich muss keine tägliche Gewohnheit daraus machen, damit der Kauf sinnvoll wird. Schon die Möglichkeit, nach einer Pause zurückzukehren, einen früheren Fehler zu verstehen und einen Abschnitt besser zu planen, gibt dem Spiel mehr Bestand als eine reine Stilübung. Das ist ein leiserer, aber für mich überzeugenderer Langzeitwert.
Meine Empfehlung gilt daher besonders für Spieler, die atmosphärische Abenteuer-Games mit überschaubarer Strategie mögen und bereit sind, aus Fehlern zu lernen. Auch wer ein familienfreundliches Spiel mit eigener visueller Sprache sucht, sollte es sich ansehen. Ich würde dagegen abraten, wenn du dauerhaft neue Mechaniken, ein umfangreiches Endspiel oder rasante Action erwartest. Dann ist eine größere Alternative wahrscheinlich die bessere Investition deiner Zeit.
Raw Fury hat mit diesem Ableger keinen beliebigen Nostalgietitel geschaffen. Die Achtzigerwelt gibt dem bekannten Prinzip einen eigenen Charakter, während die Entscheidungen verständlich genug bleiben, um nicht in komplizierter Verwaltung zu versinken. Für mich ist das Ergebnis kein grenzenloses Langzeitspiel, aber ein gut fokussiertes Abenteuer mit einer klaren Persönlichkeit. Wenn du seine ruhige Lernkurve akzeptierst und nicht jede Sitzung als Fortschrittsmarathon behandelst, kann es auch nach dem ersten Neonrausch noch einen festen Platz in deiner Spielesammlung behalten.
Häufig gestellte Fragen zu Kingdom Eighties
01Was ist Kingdom Eighties und worum geht es in dem Spiel?
Kingdom Eighties ist ein strategisches Abenteuer- und Tower-Defense-Spiel im Stil der Kingdom-Reihe. Die Handlung spielt in einer nostalgischen, von den 1980er-Jahren inspirierten Kleinstadt. Du übernimmst die Rolle eines jungen Anführers, rekrutierst Helfer, sammelst Münzen, baust Verteidigungsanlagen und schützt dein Königreich vor den geheimnisvollen Greed. Neben strategischer Planung bietet das Spiel eine erzählerische Kampagne mit Pixel-Art, Retro-Musik und einer ungewöhnlichen Zeitreise-Atmosphäre.
02Ist Kingdom Eighties für Anfänger geeignet oder braucht man Erfahrung mit Strategiespielen?
Auch wenn du bisher wenig Erfahrung mit Tower-Defense- oder Strategiespielen hast, kannst du Kingdom Eighties grundsätzlich gut spielen. Die ersten Abschnitte erklären die wichtigsten Mechaniken wie das Sammeln von Münzen, den Bau von Gebäuden und die Steuerung deiner Einheiten. Trotzdem steigt der Schwierigkeitsgrad mit der Zeit deutlich an. Wer unüberlegt Ressourcen ausgibt oder seine Verteidigung zu spät vorbereitet, kann später vor anspruchsvollen Situationen stehen.
03Welche Geräte und Betriebssysteme werden von Kingdom Eighties unterstützt?
Kingdom Eighties ist für mobile Geräte erhältlich, wobei die genaue Kompatibilität von der jeweiligen Version und dem verwendeten Betriebssystem abhängt. Vor dem Download solltest du deshalb im Google Play Store oder App Store die angegebenen Mindestanforderungen prüfen. Besonders wichtig sind eine aktuelle Android- oder iOS-Version, ausreichend freier Speicherplatz und ein Gerät, das grafisch anspruchsvollere 2D-Spiele flüssig darstellen kann.
04Benötigt Kingdom Eighties eine permanente Internetverbindung?
Für das eigentliche Spielen der Kampagne ist normalerweise keine dauerhafte Internetverbindung erforderlich, was Kingdom Eighties auch für unterwegs interessant macht. Eine Verbindung kann jedoch beim ersten Download, bei Aktualisierungen, beim Kauf der App oder beim Wiederherstellen von Daten notwendig sein. Je nach Plattform und Installationsversion können sich einzelne Funktionen unterscheiden. Prüfe außerdem, ob Cloud-Speicher oder andere Zusatzdienste online aktiviert werden müssen.
05Enthält Kingdom Eighties Werbung oder In-App-Käufe?
Kingdom Eighties wird in der Regel als kostenpflichtiges Premium-Spiel angeboten und setzt daher nicht auf das typische kostenlose Modell mit ständig eingeblendeter Werbung. Das bedeutet, dass du die Kampagne normalerweise ohne Werbeunterbrechungen erleben kannst. Trotzdem solltest du vor dem Kauf die aktuelle Store-Beschreibung kontrollieren, da Preise, Editionen und mögliche Zusatzinhalte je nach Plattform, Region und späteren Updates unterschiedlich ausfallen können.
Vorteile
- Charmanter 80er-Jahre-Stil mit stimmungsvoller Pixelgrafik
- Spannende Mischung aus Erkundung
- Aufbau und taktischer Verteidigung
- Mehrere spielbare Figuren mit unterschiedlichen Fähigkeiten
- Atmosphärischer Soundtrack unterstützt das nostalgische Spielgefühl
- Offline spielbar
- daher auch unterwegs ohne Internetzugang geeignet
Nachteile
- Teilweise langsames Spieltempo
- besonders beim Ausbau des Königreichs
- Auf kleinen Smartphone-Displays können Details schwer erkennbar sein
- Einige Abläufe wiederholen sich nach mehreren Spielstunden
- Die Steuerung reagiert gelegentlich unpräzise bei hektischen Situationen
- Für Gelegenheitsspieler kann der Einstieg zunächst etwas verwirrend wirken
Kingdom Eighties
Galerie












